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Das Pump-Stillen

 

Es gibt Kinder, die es durch Krankheit oder weil sie zu früh zur Welt kamen nicht schaffen, an der Brust zu trinken. Trotz- dem müssen dem Kind die wichtigen Vorteile der Muttermilch nicht vorenthalten werden. Man kann Pump-Stillen. Das bedeutet, dass man einen Teil oder alle Stillmahlzeiten abpumpt und dann per Flasche gibt.

 

Das Pump-Stillen hat Vor- und Nachteile wie jede Ernährung, man sollte immer abwägen was wichtig für die Mutter selber und für das Kind ist, bevor man sich entscheidet wie man sein Kind ernährt.

 

Vorteile:

die Mutter weiß genau, was das Kind trinkt

die Mutter weiß genau, wie viel Milch sie hat

auch andere Personen können füttern

Pump-Still-Mütter haben seltener einen Milchstau

das Abstillen ist kontrollier- und planbar

für Mütter geeignet, die nichts außer Kontrolle haben wollen

 

Nachteile:

hoher Zeitbedarf (pro Pumpsitzung ca. 30 Minuten, )

umfangreiches Equipment (Vorratsfläschchen, Sterilisator etc.)

geringe Flexibilität, da man zum Pumpen am besten zu Hause ist und man Muttermilch schlecht (wenn, dann nur mit Kühlakkus in Kühltaschen) transportieren kann

 

Was benötigt man alles zum Pump-Stillen?

eine gute Pumpe (elektrische oder Handpumpe wie die „Avent Isis“)

6 - 7 Vorratsfläschchen aus Kunststoff (250 ml) oder Einweg-Flaschensystem von einschlägigen Firmen

2 Glasfläschchen zum Aufwärmen (250 ml)

2 Fläschchen zum Füttern

Löffel zum Umrühren beim Erwärmen am besten langstielige

(Dampf-)Sterilisator (Achtung: Milchpumpen Zubehör nicht im Mikrowellen-Sterilisator sterilisieren)

vorsterilisierte Beutel zum Einfrieren oder Eiswürfelbeutel

Disziplin und Ausdauer

Unterstützung (im Idealfall Bewunderung) von Partner und Eltern/Schwiegereltern

 

Wie die Muttermilch aufbewahren?

Die Haltbarkeit von Muttermilch beträgt

24 Stunden im Kühlschrank

3 Monate im Tiefkühlfach

6 Monate in der Tiefkühltruhe

Man kann die abgepumpte Muttermilch zum Einfrieren in Plastikflaschen (Babyflaschen) oder auch in vorsterilisierte Beutel füllen. Am besten friert man immer nur in kleinen Mengen ein, damit nichts verdirbt und weggeworfen werden muss, wenn das Baby einmal weniger trinkt. Außerdem tauen kleine Portionen schneller auf.

Man kann zum Einfrieren auch mehrere Pump-Chargen zusammen schütten. Dabei sollte man nur darauf achten dass immer weniger Muttermilch auf das Tiefgefrorene kommt als schon in der Flasche ist.

 

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Pumpen?

Am besten immer wenn man Ruhe dazu hat und mindestens 5 mal am Tag, in regelmäßigen Abständen. Bei Neugeborenen auch öfter am Tag, damit die Milchproduktion in Gang kommt. Viele Frauen haben bei sich beobachtet, dass nachts zwischen 4 und 5 Uhr ihre Milch sehr gut läuft.


Wenn das Kind einen Wachstumsschub hat und mehr verlangt als da ist, keine Sorge! Das ist kein Grund, das Pump-Stillen aufzugeben. Genau wie beim normalen Stillen zum häufigeren Anlegen geraten wird, ist es beim Pump-Stillen auch. Einfach alle 2 - 2,5 Stunden abpumpen, auch wenn fast nichts kommt. Nach 2 - 3 Tagen hat man die Milchmenge erhöht und kann seinem alten Rhythmus wieder folgen.

 

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Um einen genauen Überblick zu haben, was das Kind trinkt und wie viel Muttermilch man hat, sollte man Buch führen über jedes Abpumpen und eine Eichgerade erstellen.


Anhand der gepumpten Milchmengen und der Zeit, die seit dem letzen Pumpen vergangen ist, ermittelt man, wie viel Milch nach welcher Zeit gebildet wird (z. B. 100g nach 2 h, 150g nach 3,25 h, 170 g nach 3,75 h usw.). Entscheidend ist immer der Beginn des Pumpens. Es ergibt sich ein linearer Zusammenhang zwischen vergangener Zeit und Milchmenge, eine Art "Eichgerade". Die Werte dieser Gerade sollte man von nun an immer versuchen zu erreichen, damit die Milchmenge nicht zurückgeht.
Ansonsten sollte man selber viel trinken, vor allem milchbildende Tees und Malzgetränke. Ebenfalls sollte man immer beide Brüste leer pumpen damit sich keine Staus bilden können.

 

Elektrische Milchpumpen können auch in der Apotheke ausgeliehen werden. Gegebenenfalls stellt der Gynäkologe ein Rezept dafür aus.